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Axure RP 10.x Pro, 1 Named User, Subscription

Axure RP 10.x Pro: Neue Design-Funktionen für deutsche Entwickler

Axure RP 10.x Pro bietet deutschen Entwicklern verbesserte Leistung sowohl auf Mac als auch auf PC-Systemen. Mit dieser leistungsstarken Anwendungsentwicklungsplattform können Benutzer Softwareprojekte effizient wireframen und prototypen. Entwickler schätzen besonders die neue "All States View"-Funktion, die es ermöglicht, alle Zustände eines dynamischen Panels gleichzeitig nebeneinander zu betrachten und zu bearbeiten.

Darüber hinaus bringt Axure RP 10 zahlreiche neue Funktionen mit sich, die den Workflow deutscher Entwickler erheblich verbessern. Die Möglichkeit, Widgets in Repeater umzuwandeln und Datenspalten an Widgets zu binden, macht es einfacher denn je, datengesteuerte Tabellen und Raster zu erstellen. Außerdem können Benutzer jetzt Einschränkungen für Widgets beim Ändern der Größe von Gruppen anwenden, damit diese sich dehnen (oder nicht dehnen).

Warum Axure RP 10.x für deutsche Entwickler relevant ist

In der deutschsprachigen Designlandschaft hat sich Prototyping-Software als unverzichtbares Werkzeug etabliert. Für UX-Designer und Entwickler, die komplexe digitale Produkte konzipieren, bietet die neueste Version von Axure RP zahlreiche Verbesserungen, die den Arbeitsalltag effizienter gestalten.

UX-Prototyping im deutschsprachigen Raum

Die Bedeutung von Axure im deutschsprachigen Raum lässt sich kaum überschätzen. Nach mehr als 18 Jahren Entwicklung hat sich Axure RP zum Branchenstandard für UX-Prototyping entwickelt. Besonders bemerkenswert ist, dass die Software in nahezu allen entsprechenden Stellenausschreibungen als Qualifikationskriterium genannt wird. Dies verdeutlicht die zentrale Rolle, die dieses Tool in der deutschen UX-Designlandschaft einnimmt.

Deutsche Trainingsanbieter wie Eparo, XDi und Positive Design haben spezielle Schulungsprogramme entwickelt, um Fachkräften den Einstieg in Axure RP zu erleichtern. Diese Programme reichen von Einsteigerkursen bis zu fortgeschrittenen Trainings und unterstreichen die hohe Nachfrage nach Axure-Kenntnissen im deutschen Markt.

Die Usability Academy bietet zudem Seminare an, die sich an verschiedene Zielgruppen richten, darunter:

  • Start-ups und Web/Mobile-Verantwortliche

  • Produktmanager für Web-, Mobile- und Tablet-Anwendungen

  • User-Interface-Designer und Software-Ingenieure

  • Projektleiter und Qualitätsmanager

Diese breite Zielgruppenansprache zeigt, wie vielseitig Axure RP 10.x in verschiedenen Berufszweigen der digitalen Produktentwicklung eingesetzt wird.

Obwohl mittlerweile zahlreiche alternative Tools auf dem Markt sind, bleibt Axure RP die bevorzugte Lösung für professionelles Prototyping in deutschen Unternehmen. Die Software ermöglicht es Teams, sowohl Low-Fidelity- als auch High-Fidelity-Prototypen zu erstellen und damit realistische sowie funktionale Interaktionen zu simulieren.

Welche Probleme löst RP 10.x konkret?

Mit Version 10.x adressiert Axure RP mehrere zentrale Herausforderungen, mit denen deutsche Entwickler und Designer täglich konfrontiert sind. Zunächst ermöglicht die neue "All States View"-Funktion, alle Zustände eines dynamischen Panels gleichzeitig nebeneinander zu betrachten und zu bearbeiten. Dies vereinfacht den Überblick über komplexe Interaktionen erheblich und reduziert die Zeit, die für das Wechseln zwischen verschiedenen Zuständen benötigt wird.

Ein weiterer Durchbruch ist die verbesserte Handhabung datengesteuerter Prototypen. Neue Funktionen zur Umwandlung von Widgets in Repeater und zur Bindung von Datenspalten an Widgets machen es einfacher, realistische datengesteuerte Tabellen und Raster zu erstellen. Mit den erweiterten Filteroptionen können Entwickler Repeater nach mehreren Kriterien filtern, was zu realistischeren UX-Prototypen führt.

Axure RP 10.x erleichtert außerdem die Erstellung dynamischer Formulare durch:

  • Einen neuen Error-Style-Effekt

  • Integrierte häufige Bedingungen

  • Verbesserte Push/Pull- und Move-Optionen

Zusammen mit der aktualisierten Formular-Komponentenbibliothek, die neue Widget-Einschränkungen nutzt, können Entwickler in kürzester Zeit professionelle Formulare prototypen.

Technisch wurde Axure RP aktualisiert, um Microsoft .Net Core und Apple Metal zu nutzen, was die Geschwindigkeit beim Erstellen fortgeschrittener UX-Prototypen deutlich erhöht. Dies ist besonders relevant für deutsche Entwickler, die häufig an komplexen Enterprise-Anwendungen arbeiten, bei denen Performance entscheidend ist.

Die adaptive Ansichtsfunktion ermöglicht es, verschiedene Views für Desktop, Tablets und Smartphones auf derselben Seite zu erstellen. Dies beantwortet die wachsende Nachfrage nach responsiven Designs im deutschen Markt, wo Multi-Device-Strategien zunehmend zum Standard werden.

Für die agile Arbeitsweise, die in deutschen Entwicklungsteams weit verbreitet ist, bietet Axure RP 10.x die Möglichkeit, Spezifikationen direkt in die Prototypen zu integrieren. Dies verbessert die Kommunikation zwischen UX-Designern und Entwicklern erheblich und reduziert Missverständnisse bei der Implementierung.

Durch die Kombination dieser Verbesserungen positioniert sich Axure RP 10.x als unverzichtbares Werkzeug für deutsche Entwickler und Designer, die anspruchsvolle digitale Produkte konzipieren und prototypen möchten.

Wie Dynamic Panels die Interaktion vereinfachen

Dynamic Panels gehören zu den leistungsstärksten Funktionen in Axure RP 10.x Pro und bilden das Fundament für interaktive Elemente in jedem anspruchsvollen Prototyp. Diese flexiblen Container ermöglichen es Entwicklern, von einfachen Slideshows bis hin zu komplexen App-Flows alles zu realisieren.

All States View im praktischen Einsatz

Die "All States View"-Funktion revolutioniert die Arbeit mit Dynamic Panels, indem sie ermöglicht, alle Zustände eines Panels gleichzeitig zu betrachten und zu bearbeiten. Um diese Ansicht zu aktivieren, können Entwickler entweder "View all" in der oberen rechten Ecke der Panel-Kontextleiste auswählen oder die Option "View all" am unteren Rand der Dropdown-Liste der Panel-Zustandsnamen nutzen.

In Axure RP 10 wurde die Benutzeroberfläche für Dynamic Panels erheblich verbessert. Beim Auswählen eines Panels stehen nun mehrere neue Funktionen zur Verfügung:

  • Wechsel zwischen Panel-Zuständen zur kontextbezogenen Ansicht

  • Auswahl eines Widgets im Panel mit einem einzigen Klick

  • Zeichnen oder Einfügen in das Panel mittels Tastaturkürzel

  • Direktes Ziehen von Widgets aus der Bibliothek in das ausgewählte Panel

  • Anzeige aller Panel-Zustände

Während der Arbeit im All States View können Entwickler das Layout anpassen, um alle Zustände vertikal oder horizontal anzuzeigen, indem sie auf die Schaltfläche "Auto layout" klicken und die gewünschte Option auswählen. Diese Flexibilität macht es besonders einfach, komplexe Interaktionsabläufe zu überblicken und zu modifizieren.

Darüber hinaus wurden praktische Tastaturkürzel implementiert, die den Workflow erheblich beschleunigen. Mit den eckigen Klammern kann zwischen dem vorherigen und nächsten Zustand gewechselt werden, während Strg+Enter (Windows) oder Cmd+Enter (Mac) alle Zustände anzeigt. Diese Shortcuts funktionieren auch innerhalb eines Panels, was die Effizienz beim Prototyping deutlich steigert.

Ein weiterer praktischer Aspekt: In Axure RP 10 wurde die Werkzeugleiste näher am Panel positioniert, kann aber bei Bedarf weggezogen werden, um freie Sicht auf den Arbeitsbereich zu ermöglichen. Diese durchdachten Verbesserungen sparen wertvolle Zeit bei der Erstellung komplexer Interaktionen.

Für deutsche Entwickler, die mit dem Axure RP 10 Tutorial beginnen möchten, bietet der All States View eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Interaktionszustände zu verstehen und zu vergleichen. Dies macht das Erlernen der Software intuitiver und ermöglicht es Einsteigern, schneller produktiv zu werden.

Drag & Drop zwischen Zuständen

Die Drag-and-Drop-Funktionalität in Axure RP 10.x Pro ermöglicht eine flexible Gestaltung interaktiver Elemente. Dynamic Panels sind die einzigen Widgets mit Drag-Events, daher müssen alle Elemente, die ziehbar sein sollen, innerhalb eines Dynamic Panels platziert werden. Diese Funktion ist entscheidend für die Erstellung realistischer Benutzeroberflächen, die komplexe Interaktionen simulieren.

Um Widgets schnell zwischen verschiedenen Panel-Zuständen zu verschieben, bietet Axure RP 10 mehrere Methoden. Eine besonders effiziente Technik ist die Verwendung des Tastaturkürzels CMD+Option+Drag (Mac) oder STRG+ALT+Drag (Windows), mit dem Widgets mühelos zwischen verschiedenen Panel-Zuständen verschoben werden können.

Alternativ können Entwickler auch Widgets im Outline-Bereich per Drag-and-Drop in einen Dynamic-Panel-Zustand ziehen oder daraus entfernen. Diese Flexibilität beschleunigt den Design-Prozess erheblich und ermöglicht schnelleres Experimentieren mit verschiedenen Layouts und Interaktionen.

Für fortgeschrittene Anwendungsfälle bietet Axure RP 10.x Pro zusätzlich die Möglichkeit, komplette Panel-Zustände zwischen verschiedenen Dynamic Panels zu kopieren und einzufügen. Dies geschieht mit dem standardmäßigen STRG+C (Windows) oder CMD+C (Mac) Tastaturkürzel. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn mehrere ähnliche Panels benötigt werden oder wenn Entwickler verschiedene Versionen einer Design-Idee schnell vergleichen möchten.

Beim Erstellen von Drag-and-Drop-Funktionen für Prototypen kommt die "Move with drag"-Aktion zum Einsatz. Damit kann ein Dynamic Panel so konfiguriert werden, dass es dem Cursor folgt, wenn es im Webbrowser gezogen wird. Wird das Ziehen beendet, kann das Panel automatisch an seine Ausgangsposition zurückkehren - oder an der neuen Position verbleiben, je nach gewünschtem Verhalten.

Diese leistungsstarken Funktionen machen Axure RP 10.x Pro zu einem unverzichtbaren Werkzeug für deutsche Entwickler, die realistische und interaktive Prototypen erstellen möchten. Die Kombination aus All States View und den erweiterten Drag-and-Drop-Funktionen vereinfacht die Erstellung komplexer Interaktionen erheblich und ermöglicht es, Ideen schneller zu explorieren und Lösungen zu validieren.

Wie Repeaters datengetriebene Prototypen ermöglichen

Repeaters stellen eine der wichtigsten Neuerungen in Axure RP 10.x Pro dar und ermöglichen Entwicklern die Erstellung datengesteuerter Prototypen mit minimalem Aufwand. Anders als klassische statische Elemente erlauben Repeaters die Darstellung und Manipulation großer Datenmengen in Form von Tabellen, Listen oder Kartenansichten – ein entscheidender Vorteil für die Entwicklung realistischer Anwendungsprototypen.

Datenbindung leicht gemacht

Repeaters bestehen aus zwei Hauptkomponenten: dem "Item", welches die zu wiederholenden Widgets enthält, und dem "Dataset", das die Tabellendaten für die Inhalte jeder Wiederholung steuert. Mit Axure RP 10.x Pro wurde die Handhabung von Repeatern grundlegend vereinfacht. Besonders hervorzuheben ist die neue Funktion "Create Repeater", die per Rechtsklick auf ausgewählte Elemente aktiviert werden kann. Dadurch erstellt Axure automatisch eine Repeater-Reihe aus der jeweiligen Gruppe.

Die Repeater-Komponente erscheint nun doppelt in der Widget-Bibliothek: einmal als vorausgefüllte Tabelle und einmal als Karte mit Platzhalterbild, Überschrift und kurzem Text. Dies erleichtert den Einstieg erheblich und beschleunigt die Prototypenerstellung. Der neue schwebende Dateneditor bietet zudem mehr Platz zum Anzeigen und Bearbeiten von Daten.

Für die Datenbindung selbst wurde ein intuitiver Prozess eingeführt: Texte und Bilder aus dem Dataset werden auf Widgets im Item angezeigt, wenn "Connect widget" unter dem Spaltennamen im Dataset ausgewählt und dann aus der Liste verfügbarer Widgets gewählt wird. Zusätzlich können Daten direkt aus Tabellenkalkulationsanwendungen wie Microsoft Excel oder Google Sheets in das Dataset eines Repeaters eingefügt werden – einfach durch Auswahl einer Zelle und Drücken von CTRL+V (Windows) oder CMD+V (Mac).

Smart Filtering und Sortierung

Mit Axure RP 10.x Pro wurden die Filtermöglichkeiten für Repeater erheblich erweitert. Die neuen Funktionen zum Hinzufügen und Entfernen von Filtern erlauben es, einen Repeater dynamisch so zu filtern, dass nur Zeilen angezeigt werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien werden durch boolesche Ausdrücke definiert, die einen Wert (meist eine Dataset-Spalte oder eine andere Repeater-Item-Eigenschaft) mit einem anderen vergleichen.

Einige praktische Beispiele hierfür sind:

  • [[Item.State == 'CA']] – zeigt nur Zeilen mit dem Wert "CA" in der Spalte "State" an

  • [[Item.Price <= 20]] – zeigt nur Zeilen an, deren Wert in der Spalte "Price" kleiner oder gleich 20 ist

  • [[Item.TasksCompleted != Item.TasksAssigned]] – zeigt nur Zeilen an, deren Wert in der Spalte "TasksCompleted" nicht dem Wert in der Spalte "TasksAssigned" entspricht

Darüber hinaus bietet Axure RP 10.x Pro nun die Möglichkeit, nach mehreren Kriterien zu filtern und dabei zu bestimmen, ob ALLE oder BELIEBIGE der Filterkriterien erfüllt sein müssen. Diese "Smart Filter"-Option ermöglicht die Erstellung von mehrschichtigen Filtern, die besonders für komplexe Datenszenarien wertvoll sind.

Für die Sortierung stehen ebenfalls erweiterte Optionen zur Verfügung. Mit den Aktionen "Add sort" und "Remove sort" kann ein Repeater dynamisch nach beliebigen Spalten des Datasets sortiert werden. Die Sortierung kann nach verschiedenen Datentypen erfolgen: Zahl, Text, Text (Groß-/Kleinschreibung beachtend), Datum im Format YYYY-MM-DD oder MM/DD/YYYY. Außerdem wurden neue Optionen hinzugefügt, um schnell alphanumerische Sortierungen vorzunehmen und andere Sortierungen zu entfernen.

Praxisbeispiel: Produktliste mit Filter

Um die praktische Anwendung der neuen Repeater-Funktionen in Axure RP 10 zu veranschaulichen, betrachten wir ein Beispiel einer filterbaren Produktliste. Zunächst wird ein Rechteck auf die Leinwand gezogen, mit Rechtsklick versehen und "Create repeater" aus dem Kontextmenü ausgewählt. Nach dem Hinzufügen von Testdaten (z.B. Produktnamen oder Preisen) kann die Interaktivität ergänzt werden.

Für eine Suchfunktion wird ein Textfeld hinzugefügt und mit dem "Text changed"-Ereignis verknüpft. Die Aktion "Add filter" wird ausgewählt, der Repeater als Ziel festgelegt und ein aussagekräftiger Name für den Filter vergeben. Im Regelfeld kann dann ein Ausdruck wie [[Item.Produktname CONTAINS This.text]] eingegeben werden, der den Repeater filtert, sobald Text eingegeben wird.

Zusätzlich können Schaltflächen zum Hinzufügen und Entfernen von Filtern implementiert werden. Für eine Preis-Filteroption könnte beispielsweise ein Filter mit der Regel [[Item.Preis < 100]] erstellt werden. Um alle Filter zu entfernen, wird die Aktion "Remove filter" mit der Option "All" verwendet.

Die neuen Repeater-Funktionen in Axure RP 10.x Pro bieten einen enormen Vorteil für deutsche Entwickler, die datengesteuerte Prototypen erstellen möchten. Obwohl einige Nutzer den Wunsch nach direkter Datenbankanbindung äußern, stellen die aktuellen Verbesserungen einen bedeutenden Schritt zur effizienteren Arbeit mit datengesteuerten Prototypen dar.

Wie Constraints das responsive Verhalten verbessern

Constraints gehören zu den wertvollsten Neuerungen in Axure RP 10.x Pro und verändern grundlegend, wie Entwickler responsive Designs erstellen können. Diese Funktion ermöglicht präzisere Kontrolle über das Verhalten von Elementen bei Größenänderungen und trägt zur Erstellung flexibler, bildschirmübergreifender Layouts bei.

Pinning und Größenfixierung

Mit den Resizing Constraints in Axure RP 10.x können Elementengruppierungen automatisch angepasst werden, wenn sie auf verschiedene Höhen oder Breiten gezogen werden. Dieses Feature funktioniert ähnlich wie bei anderen etablierten Design-Tools und bildet einen wichtigen Bestandteil moderner Prototyping-Workflows.

Bei der praktischen Anwendung kann einem Element, beispielsweise einem Icon innerhalb einer seitlichen Navigationsleiste, der Befehl gegeben werden, sich am linken Rand zu orientieren. Dadurch muss die Leiste für verschiedene Bildschirmgrößen zukünftig nur breiter oder schmaler gemacht werden – während die korrekten Abstände automatisch erhalten bleiben. Dies spart erheblich Zeit bei der Entwicklung responsiver Designs.

Besonders hervorzuheben ist außerdem die Möglichkeit, Dynamic Panels an feste Positionen im Browser-Fenster zu pinnen. Diese Panels sind die einzigen Widget-Typen, die eine solche Fixierung erlauben. Der "Pin to browser"-Option in der Style-Leiste ermöglicht es, Elemente wie Navigationsleisten oder Modals immer sichtbar zu halten, unabhängig vom Scrollen der Seite. Nach Aktivierung dieser Funktion lassen sich horizontale und vertikale Positionierung präzise konfigurieren:

  • Die Margins für "Left" und "Top" werden automatisch basierend auf den X- und Y-Koordinaten des Panels festgelegt

  • Diese Margins können durch Verschieben des Panels auf der Arbeitsfläche angepasst werden

  • Mit der "Keep in front"-Option erscheint das Panel stets vor allen anderen Elementen der Seite

Zusätzlich können Dynamic Panels mit der "100% wide"-Einstellung konfiguriert werden, wodurch Hintergrundfarben oder -bilder die volle Browserbreite einnehmen. Dies ist besonders nützlich für responsive Header oder Footer-Bereiche, da sich die Breite des Panels automatisch an die Fenstergröße anpasst.

Import von Layoutregeln aus Design-Tools

Axure RP 10.x adaptiert bewährte Konzepte aus anderen Design-Tools und macht sie für Prototyping-Workflows zugänglich. Allerdings unterscheidet sich die Implementierung in wichtigen Punkten.

Obwohl die Constraints-Funktion beim Anpassen von Gruppierungen auf der Arbeitsfläche einwandfrei funktioniert, wurde sie noch nicht vollständig für Browser-Vorschauen implementiert. Dies bedeutet, dass bei der Änderung der Browser-Fenstergröße während der Vorschau die festgelegten Abstände nicht immer erhalten bleiben, sondern sich linear mit der Gruppengröße skalieren können.

Einige Entwickler haben den Wunsch geäußert, dass zukünftige Versionen Auto-Layouts ähnlich wie in Figma unterstützen sollten. Dies würde die Möglichkeit bieten, dass sich Elemente automatisch an den Inhalt anpassen, beispielsweise wenn sich die Textmenge in einem Absatz ändert.

Für komplexere responsive Designs bietet Axure RP 10.x adaptive Views an, mit denen verschiedene Ansichten für Desktop, Tablets und Smartphones auf derselben Seite erstellt werden können. Dabei werden die Seitendimensionen durch graue Masken und Linien markiert, die automatisch aktualisiert werden, wenn zwischen den Views gewechselt wird.

Darüber hinaus unterstützt Axure RP 10.x umfangreiche Ausrichtungshilfen wie Grid, Guides und Widgets-Snapping. Diese Funktionen sind nur in Axure RP sichtbar und erscheinen nicht in der Browser-Vorschau, bieten jedoch wertvolle Unterstützung bei der präzisen Gestaltung von Layouts.

Trotz einiger aktueller Einschränkungen stellen die Constraints-Funktionen in Axure RP 10.x Pro einen bedeutenden Fortschritt für die Erstellung responsiver Prototypen dar und werden voraussichtlich in zukünftigen Updates weiter verbessert werden.

Wie Formulare mit Error States realistischer werden

Formulare sind ein zentraler Bestandteil moderner Webseiten und Anwendungen. Mit Axure RP 10.x Pro werden Entwickler nun mit leistungsstarken Werkzeugen ausgestattet, um realistische Formularinteraktionen zu simulieren. Besonders die neuen Error-State-Funktionen steigern die Authentizität der Prototypen erheblich und ermöglichen ein realistischeres Testen von Benutzeroberflächen.

Fehlermeldungen visuell darstellen

Ein herausragendes Feature in Axure RP 10.x Pro ist der neue Error-Style-Effekt, der speziell für Formularfelder konzipiert wurde. Mit der "Set Error State"-Aktion können Entwickler Fehlerzustände für Eingabefelder definieren und visuell darstellen. Dadurch werden Prototypen deutlich realitätsnäher und bieten authentische Nutzungserfahrungen.

Für die praktische Anwendung bietet Axure RP 10 zwei wesentliche Möglichkeiten zur Fehlervisualisierung:

  1. Der Error-Style-Effekt kann direkt auf Formularelemente angewendet werden

  2. Die "Set Error State"-Aktion kann verwendet werden, um Fehlerzustände dynamisch zu aktivieren

Darüber hinaus wurden neue Event-Trigger eingeführt, die auf Statusänderungen reagieren. Mit "Error State Set" oder "Error State Removed" können zusätzliche Interaktionen ausgelöst werden, sobald der Fehlerstatus eines Widgets geändert wird. Dies ermöglicht beispielsweise das automatische Einblenden von Hilfetexten oder das Deaktivieren von Schaltflächen, solange Fehler bestehen.

Validierungslogik mit Bedingungseditor

Für die logische Validierung von Formulardaten hat Axure RP 10.x Pro integrierte Bedingungen wie "if field is empty" oder "if field contains @" eingeführt. Diese vorgefertigten Bedingungen vereinfachen die Erstellung gängiger Validierungsmuster erheblich und sparen wertvolle Entwicklungszeit.

Der Bedingungseditor in Axure RP 10 bietet zahlreiche Möglichkeiten für komplexe Validierungsszenarien. Beispielsweise kann für die Validierung eines Passwortfeldes eine Bedingung erstellt werden, die prüft, ob der Text Großbuchstaben enthält. Dies geschieht durch den Vergleich des Feldwerts mit demselben Wert nach Anwendung der Funktion .toLowerCase(). Unterscheiden sich diese Werte, enthält die Eingabe Großbuchstaben.

Für fortgeschrittenere Szenarien können Entwickler mehrere Bedingungen kombinieren:

  • Überprüfung auf Mindestlänge durch die Längenprüfung des Widget-Werts

  • Validierung von Sonderzeichen mit der Prüfung auf nicht-alphanumerische Zeichen

  • Erkennung von Ziffern durch individuelle Bedingungen für jede Ziffer (0-9)

Axure RP 10 ermöglicht zudem die Interaktion mit Formularelementen durch verschiedene Events. Besonders nützlich sind:

  • Text Changed: Wird während der Eingabe ausgelöst

  • Got Focus: Wird aktiviert, wenn ein Textfeld den Cursor erhält

  • Lost Focus: Wird ausgelöst, wenn ein Textfeld den Fokus verliert

Diese Events können mit Aktionen wie "Set Text", "Set Selected/Checked", "Set Error State" oder "Enable/Disable" kombiniert werden, um dynamische Formularinteraktionen zu erstellen.

Für Entwickler, die mit Axure RP 10 Tutorial-Inhalte durcharbeiten, bieten die Formularvalidierungsfunktionen einen idealen Einstiegspunkt, um interaktive Prototypen zu erstellen. Die Kombination aus visuellen Fehlerzuständen und komplexer Validierungslogik ermöglicht die Simulation realistischer Nutzererfahrungen ohne echte Programmierung.

Wie Sie Axure RP 10 herunterladen und starten

Der Einstieg in Axure RP 10.x Pro beginnt mit dem Download und der Installation der Software. Für deutsche Entwickler bietet Axure eine unkomplizierte Bereitstellung mit flexiblen Optionen für verschiedene Arbeitsumgebungen.

Axure RP 10 Download für Windows und Mac

Zunächst können Interessenten Axure RP 10 über die offizielle Webseite unter www.axure.com/download herunterladen. Dort steht eine kostenlose, vollständig funktionsfähige 30-Tage-Testversion zur Verfügung. Bestehende Abonnenten müssen lediglich die neueste Version herunterladen und sich mit ihren Zugangsdaten anmelden.

Beachtenswert ist, dass Axure RP 10.x ausschließlich als Monats- oder Jahresabonnement erhältlich ist, während RP 9 die letzte Version mit unbefristeter Lizenz war. Dennoch bleibt die Offline-Nutzung der Software weiterhin möglich, sodass auch bei fehlender Internetverbindung gearbeitet werden kann.

Für Entwickler, die zwischen verschiedenen Versionen wechseln müssen, bietet Axure die Möglichkeit, Axure RP 9 und RP 10 gleichzeitig zu installieren. Allerdings sollte beachtet werden, dass in Axure RP 10 erstellte oder aktualisierte Dateien nicht mehr in Axure RP 9 geöffnet werden können – daher empfiehlt sich die Erstellung von Sicherungskopien älterer Projekte.

Systemanforderungen

Für einen reibungslosen Betrieb von Axure RP 10.x Pro werden folgende Mindestanforderungen empfohlen:

  • Windows 10 oder höher

  • Mindestens 2 GB Arbeitsspeicher (RAM), 4 GB werden empfohlen

  • 1 GHz Prozessor

  • 5 GB freier Speicherplatz

  • Für Prototyp-HTML: Edge, Firefox oder Chrome

  • Für Word-Spezifikationen: Microsoft Office Word 2013 oder höher bzw. jede andere Anwendung, die .docx-Dateien öffnen kann

Nach dem Download kann der Installer gestartet werden, wobei die Ausführung als Administrator möglicherweise erforderlich ist. Danach folgen Nutzer einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm. Für Organisationen mit mehreren Arbeitsplätzen stehen außerdem Optionen für die automatisierte Installation zur Verfügung.

Axure RP 10 Tutorial für Einsteiger

Nach der Installation und beim ersten Start der Software müssen Benutzer ein Konto erstellen oder sich mit einem bestehenden Konto anmelden. Daraufhin erscheint der Willkommensbildschirm, von dem aus direkt auf die "Prototyping Basics"-Datei zugegriffen werden kann. Diese enthält grundlegende Übungen, die den Einstieg erleichtern.

Für deutsche Entwickler bieten sich mehrere Wege, um die Software kennenzulernen. Vom Willkommensbildschirm aus können sie direkt mit den integrierten Übungen beginnen oder ein neues Projekt starten. Die intuitiv gestaltete Benutzeroberfläche ermöglicht auch Einsteigern einen schnellen Produktivitätsgewinn.

Obwohl die Hauptdokumentation auf Englisch verfügbar ist, existieren mittlerweile zahlreiche deutschsprachige Tutorials und Kursmaterialien. Diese helfen insbesondere Anfängern dabei, die umfangreichen Funktionen von Axure RP 10.x systematisch zu erlernen und effektiv in ihren Projekten einzusetzen.

Schlussfolgerung

Axure RP 10.x Pro stellt zweifellos einen bedeutenden Fortschritt für deutsche Entwickler und Designer dar. Die überarbeitete Benutzeroberfläche und die leistungsstarken neuen Funktionen heben das Prototyping auf ein höheres Niveau. Besonders die "All States View"-Funktion ermöglicht Entwicklern, effizienter mit Dynamic Panels zu arbeiten und komplexe Interaktionen schneller zu erstellen. Daneben bieten die erweiterten Repeater-Funktionen erstmals die Möglichkeit, realistische datengesteuerte Prototypen mit minimalem Aufwand zu entwickeln.

Die neuen Constraints-Funktionen vereinfachen außerdem das responsive Design erheblich, wenngleich hier noch Potenzial für zukünftige Verbesserungen besteht. Gleichzeitig sorgen die Error-State-Funktionen für authentischere Formularinteraktionen und realistischere Nutzertests. Zusammengenommen machen diese Neuerungen Axure RP 10.x Pro zu einem unverzichtbaren Werkzeug für professionelle UX-Designer im deutschsprachigen Raum.

Obwohl mittlerweile zahlreiche alternative Tools auf dem Markt existieren, bleibt Axure RP dank seiner umfassenden Funktionen und seiner Verbreitung in deutschen Unternehmen die bevorzugte Lösung für anspruchsvolles Prototyping. Die Umstellung auf ein Abonnementmodell mag zwar einige Nutzer abschrecken, allerdings rechtfertigen die kontinuierlichen Verbesserungen und die gestiegene Performance diese Entscheidung durchaus.

Schlussendlich bietet Axure RP 10.x Pro deutschen Entwicklern genau die Werkzeuge, die sie für die Erstellung komplexer und realistischer Prototypen benötigen. Die Software überbrückt weiterhin die Lücke zwischen Design und Entwicklung und ermöglicht es Teams, Ideen schneller zu testen und zu validieren. Angesichts der steigenden Anforderungen an digitale Produkte wird Axure RP auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der deutschen UX-Designlandschaft spielen.

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Die Bedeutung von Axure im deutschsprachigen Raum lässt sich kaum überschätzen. Nach mehr als 18 Jahren Entwicklung hat sich Axure RP zum Branchenstandard für UX-Prototyping entwickelt. Besonders bemerkenswert ist, dass die Software in nahezu allen entsprechenden Stellenausschreibungen als Qualifikationskriterium genannt wird. Dies verdeutlicht die zentrale Rolle, die dieses Tool in der deutschen UX-Designlandschaft einnimmt.

Deutsche Trainingsanbieter wie Eparo, XDi und Positive Design haben spezielle Schulungsprogramme entwickelt, um Fachkräften den Einstieg in Axure RP zu erleichtern. Diese Programme reichen von Einsteigerkursen bis zu fortgeschrittenen Trainings und unterstreichen die hohe Nachfrage nach Axure-Kenntnissen im deutschen Markt.

Die Usability Academy bietet zudem Seminare an, die sich an verschiedene Zielgruppen richten, darunter:

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Obwohl mittlerweile zahlreiche alternative Tools auf dem Markt sind, bleibt Axure RP die bevorzugte Lösung für professionelles Prototyping in deutschen Unternehmen. Die Software ermöglicht es Teams, sowohl Low-Fidelity- als auch High-Fidelity-Prototypen zu erstellen und damit realistische sowie funktionale Interaktionen zu simulieren.

Welche Probleme löst RP 10.x konkret?

Mit Version 10.x adressiert Axure RP mehrere zentrale Herausforderungen, mit denen deutsche Entwickler und Designer täglich konfrontiert sind. Zunächst ermöglicht die neue "All States View"-Funktion, alle Zustände eines dynamischen Panels gleichzeitig nebeneinander zu betrachten und zu bearbeiten. Dies vereinfacht den Überblick über komplexe Interaktionen erheblich und reduziert die Zeit, die für das Wechseln zwischen verschiedenen Zuständen benötigt wird.

Ein weiterer Durchbruch ist die verbesserte Handhabung datengesteuerter Prototypen. Neue Funktionen zur Umwandlung von Widgets in Repeater und zur Bindung von Datenspalten an Widgets machen es einfacher, realistische datengesteuerte Tabellen und Raster zu erstellen. Mit den erweiterten Filteroptionen können Entwickler Repeater nach mehreren Kriterien filtern, was zu realistischeren UX-Prototypen führt.

Axure RP 10.x erleichtert außerdem die Erstellung dynamischer Formulare durch:

  • Einen neuen Error-Style-Effekt

  • Integrierte häufige Bedingungen

  • Verbesserte Push/Pull- und Move-Optionen

Zusammen mit der aktualisierten Formular-Komponentenbibliothek, die neue Widget-Einschränkungen nutzt, können Entwickler in kürzester Zeit professionelle Formulare prototypen.

Technisch wurde Axure RP aktualisiert, um Microsoft .Net Core und Apple Metal zu nutzen, was die Geschwindigkeit beim Erstellen fortgeschrittener UX-Prototypen deutlich erhöht. Dies ist besonders relevant für deutsche Entwickler, die häufig an komplexen Enterprise-Anwendungen arbeiten, bei denen Performance entscheidend ist.

Die adaptive Ansichtsfunktion ermöglicht es, verschiedene Views für Desktop, Tablets und Smartphones auf derselben Seite zu erstellen. Dies beantwortet die wachsende Nachfrage nach responsiven Designs im deutschen Markt, wo Multi-Device-Strategien zunehmend zum Standard werden.

Für die agile Arbeitsweise, die in deutschen Entwicklungsteams weit verbreitet ist, bietet Axure RP 10.x die Möglichkeit, Spezifikationen direkt in die Prototypen zu integrieren. Dies verbessert die Kommunikation zwischen UX-Designern und Entwicklern erheblich und reduziert Missverständnisse bei der Implementierung.

Durch die Kombination dieser Verbesserungen positioniert sich Axure RP 10.x als unverzichtbares Werkzeug für deutsche Entwickler und Designer, die anspruchsvolle digitale Produkte konzipieren und prototypen möchten.

Wie Dynamic Panels die Interaktion vereinfachen

Dynamic Panels gehören zu den leistungsstärksten Funktionen in Axure RP 10.x Pro und bilden das Fundament für interaktive Elemente in jedem anspruchsvollen Prototyp. Diese flexiblen Container ermöglichen es Entwicklern, von einfachen Slideshows bis hin zu komplexen App-Flows alles zu realisieren.

All States View im praktischen Einsatz

Die "All States View"-Funktion revolutioniert die Arbeit mit Dynamic Panels, indem sie ermöglicht, alle Zustände eines Panels gleichzeitig zu betrachten und zu bearbeiten. Um diese Ansicht zu aktivieren, können Entwickler entweder "View all" in der oberen rechten Ecke der Panel-Kontextleiste auswählen oder die Option "View all" am unteren Rand der Dropdown-Liste der Panel-Zustandsnamen nutzen.

In Axure RP 10 wurde die Benutzeroberfläche für Dynamic Panels erheblich verbessert. Beim Auswählen eines Panels stehen nun mehrere neue Funktionen zur Verfügung:

  • Wechsel zwischen Panel-Zuständen zur kontextbezogenen Ansicht

  • Auswahl eines Widgets im Panel mit einem einzigen Klick

  • Zeichnen oder Einfügen in das Panel mittels Tastaturkürzel

  • Direktes Ziehen von Widgets aus der Bibliothek in das ausgewählte Panel

  • Anzeige aller Panel-Zustände

Während der Arbeit im All States View können Entwickler das Layout anpassen, um alle Zustände vertikal oder horizontal anzuzeigen, indem sie auf die Schaltfläche "Auto layout" klicken und die gewünschte Option auswählen. Diese Flexibilität macht es besonders einfach, komplexe Interaktionsabläufe zu überblicken und zu modifizieren.

Darüber hinaus wurden praktische Tastaturkürzel implementiert, die den Workflow erheblich beschleunigen. Mit den eckigen Klammern kann zwischen dem vorherigen und nächsten Zustand gewechselt werden, während Strg+Enter (Windows) oder Cmd+Enter (Mac) alle Zustände anzeigt. Diese Shortcuts funktionieren auch innerhalb eines Panels, was die Effizienz beim Prototyping deutlich steigert.

Ein weiterer praktischer Aspekt: In Axure RP 10 wurde die Werkzeugleiste näher am Panel positioniert, kann aber bei Bedarf weggezogen werden, um freie Sicht auf den Arbeitsbereich zu ermöglichen. Diese durchdachten Verbesserungen sparen wertvolle Zeit bei der Erstellung komplexer Interaktionen.

Für deutsche Entwickler, die mit dem Axure RP 10 Tutorial beginnen möchten, bietet der All States View eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Interaktionszustände zu verstehen und zu vergleichen. Dies macht das Erlernen der Software intuitiver und ermöglicht es Einsteigern, schneller produktiv zu werden.

Drag & Drop zwischen Zuständen

Die Drag-and-Drop-Funktionalität in Axure RP 10.x Pro ermöglicht eine flexible Gestaltung interaktiver Elemente. Dynamic Panels sind die einzigen Widgets mit Drag-Events, daher müssen alle Elemente, die ziehbar sein sollen, innerhalb eines Dynamic Panels platziert werden. Diese Funktion ist entscheidend für die Erstellung realistischer Benutzeroberflächen, die komplexe Interaktionen simulieren.

Um Widgets schnell zwischen verschiedenen Panel-Zuständen zu verschieben, bietet Axure RP 10 mehrere Methoden. Eine besonders effiziente Technik ist die Verwendung des Tastaturkürzels CMD+Option+Drag (Mac) oder STRG+ALT+Drag (Windows), mit dem Widgets mühelos zwischen verschiedenen Panel-Zuständen verschoben werden können.

Alternativ können Entwickler auch Widgets im Outline-Bereich per Drag-and-Drop in einen Dynamic-Panel-Zustand ziehen oder daraus entfernen. Diese Flexibilität beschleunigt den Design-Prozess erheblich und ermöglicht schnelleres Experimentieren mit verschiedenen Layouts und Interaktionen.

Für fortgeschrittene Anwendungsfälle bietet Axure RP 10.x Pro zusätzlich die Möglichkeit, komplette Panel-Zustände zwischen verschiedenen Dynamic Panels zu kopieren und einzufügen. Dies geschieht mit dem standardmäßigen STRG+C (Windows) oder CMD+C (Mac) Tastaturkürzel. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn mehrere ähnliche Panels benötigt werden oder wenn Entwickler verschiedene Versionen einer Design-Idee schnell vergleichen möchten.

Beim Erstellen von Drag-and-Drop-Funktionen für Prototypen kommt die "Move with drag"-Aktion zum Einsatz. Damit kann ein Dynamic Panel so konfiguriert werden, dass es dem Cursor folgt, wenn es im Webbrowser gezogen wird. Wird das Ziehen beendet, kann das Panel automatisch an seine Ausgangsposition zurückkehren - oder an der neuen Position verbleiben, je nach gewünschtem Verhalten.

Diese leistungsstarken Funktionen machen Axure RP 10.x Pro zu einem unverzichtbaren Werkzeug für deutsche Entwickler, die realistische und interaktive Prototypen erstellen möchten. Die Kombination aus All States View und den erweiterten Drag-and-Drop-Funktionen vereinfacht die Erstellung komplexer Interaktionen erheblich und ermöglicht es, Ideen schneller zu explorieren und Lösungen zu validieren.

Wie Repeaters datengetriebene Prototypen ermöglichen

Repeaters stellen eine der wichtigsten Neuerungen in Axure RP 10.x Pro dar und ermöglichen Entwicklern die Erstellung datengesteuerter Prototypen mit minimalem Aufwand. Anders als klassische statische Elemente erlauben Repeaters die Darstellung und Manipulation großer Datenmengen in Form von Tabellen, Listen oder Kartenansichten – ein entscheidender Vorteil für die Entwicklung realistischer Anwendungsprototypen.

Datenbindung leicht gemacht

Repeaters bestehen aus zwei Hauptkomponenten: dem "Item", welches die zu wiederholenden Widgets enthält, und dem "Dataset", das die Tabellendaten für die Inhalte jeder Wiederholung steuert. Mit Axure RP 10.x Pro wurde die Handhabung von Repeatern grundlegend vereinfacht. Besonders hervorzuheben ist die neue Funktion "Create Repeater", die per Rechtsklick auf ausgewählte Elemente aktiviert werden kann. Dadurch erstellt Axure automatisch eine Repeater-Reihe aus der jeweiligen Gruppe.

Die Repeater-Komponente erscheint nun doppelt in der Widget-Bibliothek: einmal als vorausgefüllte Tabelle und einmal als Karte mit Platzhalterbild, Überschrift und kurzem Text. Dies erleichtert den Einstieg erheblich und beschleunigt die Prototypenerstellung. Der neue schwebende Dateneditor bietet zudem mehr Platz zum Anzeigen und Bearbeiten von Daten.

Für die Datenbindung selbst wurde ein intuitiver Prozess eingeführt: Texte und Bilder aus dem Dataset werden auf Widgets im Item angezeigt, wenn "Connect widget" unter dem Spaltennamen im Dataset ausgewählt und dann aus der Liste verfügbarer Widgets gewählt wird. Zusätzlich können Daten direkt aus Tabellenkalkulationsanwendungen wie Microsoft Excel oder Google Sheets in das Dataset eines Repeaters eingefügt werden – einfach durch Auswahl einer Zelle und Drücken von CTRL+V (Windows) oder CMD+V (Mac).

Smart Filtering und Sortierung

Mit Axure RP 10.x Pro wurden die Filtermöglichkeiten für Repeater erheblich erweitert. Die neuen Funktionen zum Hinzufügen und Entfernen von Filtern erlauben es, einen Repeater dynamisch so zu filtern, dass nur Zeilen angezeigt werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien werden durch boolesche Ausdrücke definiert, die einen Wert (meist eine Dataset-Spalte oder eine andere Repeater-Item-Eigenschaft) mit einem anderen vergleichen.

Einige praktische Beispiele hierfür sind:

  • [[Item.State == 'CA']] – zeigt nur Zeilen mit dem Wert "CA" in der Spalte "State" an

  • [[Item.Price <= 20]] – zeigt nur Zeilen an, deren Wert in der Spalte "Price" kleiner oder gleich 20 ist

  • [[Item.TasksCompleted != Item.TasksAssigned]] – zeigt nur Zeilen an, deren Wert in der Spalte "TasksCompleted" nicht dem Wert in der Spalte "TasksAssigned" entspricht

Darüber hinaus bietet Axure RP 10.x Pro nun die Möglichkeit, nach mehreren Kriterien zu filtern und dabei zu bestimmen, ob ALLE oder BELIEBIGE der Filterkriterien erfüllt sein müssen. Diese "Smart Filter"-Option ermöglicht die Erstellung von mehrschichtigen Filtern, die besonders für komplexe Datenszenarien wertvoll sind.

Für die Sortierung stehen ebenfalls erweiterte Optionen zur Verfügung. Mit den Aktionen "Add sort" und "Remove sort" kann ein Repeater dynamisch nach beliebigen Spalten des Datasets sortiert werden. Die Sortierung kann nach verschiedenen Datentypen erfolgen: Zahl, Text, Text (Groß-/Kleinschreibung beachtend), Datum im Format YYYY-MM-DD oder MM/DD/YYYY. Außerdem wurden neue Optionen hinzugefügt, um schnell alphanumerische Sortierungen vorzunehmen und andere Sortierungen zu entfernen.

Praxisbeispiel: Produktliste mit Filter

Um die praktische Anwendung der neuen Repeater-Funktionen in Axure RP 10 zu veranschaulichen, betrachten wir ein Beispiel einer filterbaren Produktliste. Zunächst wird ein Rechteck auf die Leinwand gezogen, mit Rechtsklick versehen und "Create repeater" aus dem Kontextmenü ausgewählt. Nach dem Hinzufügen von Testdaten (z.B. Produktnamen oder Preisen) kann die Interaktivität ergänzt werden.

Für eine Suchfunktion wird ein Textfeld hinzugefügt und mit dem "Text changed"-Ereignis verknüpft. Die Aktion "Add filter" wird ausgewählt, der Repeater als Ziel festgelegt und ein aussagekräftiger Name für den Filter vergeben. Im Regelfeld kann dann ein Ausdruck wie [[Item.Produktname CONTAINS This.text]] eingegeben werden, der den Repeater filtert, sobald Text eingegeben wird.

Zusätzlich können Schaltflächen zum Hinzufügen und Entfernen von Filtern implementiert werden. Für eine Preis-Filteroption könnte beispielsweise ein Filter mit der Regel [[Item.Preis < 100]] erstellt werden. Um alle Filter zu entfernen, wird die Aktion "Remove filter" mit der Option "All" verwendet.

Die neuen Repeater-Funktionen in Axure RP 10.x Pro bieten einen enormen Vorteil für deutsche Entwickler, die datengesteuerte Prototypen erstellen möchten. Obwohl einige Nutzer den Wunsch nach direkter Datenbankanbindung äußern, stellen die aktuellen Verbesserungen einen bedeutenden Schritt zur effizienteren Arbeit mit datengesteuerten Prototypen dar.

Wie Constraints das responsive Verhalten verbessern

Constraints gehören zu den wertvollsten Neuerungen in Axure RP 10.x Pro und verändern grundlegend, wie Entwickler responsive Designs erstellen können. Diese Funktion ermöglicht präzisere Kontrolle über das Verhalten von Elementen bei Größenänderungen und trägt zur Erstellung flexibler, bildschirmübergreifender Layouts bei.

Pinning und Größenfixierung

Mit den Resizing Constraints in Axure RP 10.x können Elementengruppierungen automatisch angepasst werden, wenn sie auf verschiedene Höhen oder Breiten gezogen werden. Dieses Feature funktioniert ähnlich wie bei anderen etablierten Design-Tools und bildet einen wichtigen Bestandteil moderner Prototyping-Workflows.

Bei der praktischen Anwendung kann einem Element, beispielsweise einem Icon innerhalb einer seitlichen Navigationsleiste, der Befehl gegeben werden, sich am linken Rand zu orientieren. Dadurch muss die Leiste für verschiedene Bildschirmgrößen zukünftig nur breiter oder schmaler gemacht werden – während die korrekten Abstände automatisch erhalten bleiben. Dies spart erheblich Zeit bei der Entwicklung responsiver Designs.

Besonders hervorzuheben ist außerdem die Möglichkeit, Dynamic Panels an feste Positionen im Browser-Fenster zu pinnen. Diese Panels sind die einzigen Widget-Typen, die eine solche Fixierung erlauben. Der "Pin to browser"-Option in der Style-Leiste ermöglicht es, Elemente wie Navigationsleisten oder Modals immer sichtbar zu halten, unabhängig vom Scrollen der Seite. Nach Aktivierung dieser Funktion lassen sich horizontale und vertikale Positionierung präzise konfigurieren:

  • Die Margins für "Left" und "Top" werden automatisch basierend auf den X- und Y-Koordinaten des Panels festgelegt

  • Diese Margins können durch Verschieben des Panels auf der Arbeitsfläche angepasst werden

  • Mit der "Keep in front"-Option erscheint das Panel stets vor allen anderen Elementen der Seite

Zusätzlich können Dynamic Panels mit der "100% wide"-Einstellung konfiguriert werden, wodurch Hintergrundfarben oder -bilder die volle Browserbreite einnehmen. Dies ist besonders nützlich für responsive Header oder Footer-Bereiche, da sich die Breite des Panels automatisch an die Fenstergröße anpasst.

Import von Layoutregeln aus Design-Tools

Axure RP 10.x adaptiert bewährte Konzepte aus anderen Design-Tools und macht sie für Prototyping-Workflows zugänglich. Allerdings unterscheidet sich die Implementierung in wichtigen Punkten.

Obwohl die Constraints-Funktion beim Anpassen von Gruppierungen auf der Arbeitsfläche einwandfrei funktioniert, wurde sie noch nicht vollständig für Browser-Vorschauen implementiert. Dies bedeutet, dass bei der Änderung der Browser-Fenstergröße während der Vorschau die festgelegten Abstände nicht immer erhalten bleiben, sondern sich linear mit der Gruppengröße skalieren können.

Einige Entwickler haben den Wunsch geäußert, dass zukünftige Versionen Auto-Layouts ähnlich wie in Figma unterstützen sollten. Dies würde die Möglichkeit bieten, dass sich Elemente automatisch an den Inhalt anpassen, beispielsweise wenn sich die Textmenge in einem Absatz ändert.

Für komplexere responsive Designs bietet Axure RP 10.x adaptive Views an, mit denen verschiedene Ansichten für Desktop, Tablets und Smartphones auf derselben Seite erstellt werden können. Dabei werden die Seitendimensionen durch graue Masken und Linien markiert, die automatisch aktualisiert werden, wenn zwischen den Views gewechselt wird.

Darüber hinaus unterstützt Axure RP 10.x umfangreiche Ausrichtungshilfen wie Grid, Guides und Widgets-Snapping. Diese Funktionen sind nur in Axure RP sichtbar und erscheinen nicht in der Browser-Vorschau, bieten jedoch wertvolle Unterstützung bei der präzisen Gestaltung von Layouts.

Trotz einiger aktueller Einschränkungen stellen die Constraints-Funktionen in Axure RP 10.x Pro einen bedeutenden Fortschritt für die Erstellung responsiver Prototypen dar und werden voraussichtlich in zukünftigen Updates weiter verbessert werden.

Wie Formulare mit Error States realistischer werden

Formulare sind ein zentraler Bestandteil moderner Webseiten und Anwendungen. Mit Axure RP 10.x Pro werden Entwickler nun mit leistungsstarken Werkzeugen ausgestattet, um realistische Formularinteraktionen zu simulieren. Besonders die neuen Error-State-Funktionen steigern die Authentizität der Prototypen erheblich und ermöglichen ein realistischeres Testen von Benutzeroberflächen.

Fehlermeldungen visuell darstellen

Ein herausragendes Feature in Axure RP 10.x Pro ist der neue Error-Style-Effekt, der speziell für Formularfelder konzipiert wurde. Mit der "Set Error State"-Aktion können Entwickler Fehlerzustände für Eingabefelder definieren und visuell darstellen. Dadurch werden Prototypen deutlich realitätsnäher und bieten authentische Nutzungserfahrungen.

Für die praktische Anwendung bietet Axure RP 10 zwei wesentliche Möglichkeiten zur Fehlervisualisierung:

  1. Der Error-Style-Effekt kann direkt auf Formularelemente angewendet werden

  2. Die "Set Error State"-Aktion kann verwendet werden, um Fehlerzustände dynamisch zu aktivieren

Darüber hinaus wurden neue Event-Trigger eingeführt, die auf Statusänderungen reagieren. Mit "Error State Set" oder "Error State Removed" können zusätzliche Interaktionen ausgelöst werden, sobald der Fehlerstatus eines Widgets geändert wird. Dies ermöglicht beispielsweise das automatische Einblenden von Hilfetexten oder das Deaktivieren von Schaltflächen, solange Fehler bestehen.

Validierungslogik mit Bedingungseditor

Für die logische Validierung von Formulardaten hat Axure RP 10.x Pro integrierte Bedingungen wie "if field is empty" oder "if field contains @" eingeführt. Diese vorgefertigten Bedingungen vereinfachen die Erstellung gängiger Validierungsmuster erheblich und sparen wertvolle Entwicklungszeit.

Der Bedingungseditor in Axure RP 10 bietet zahlreiche Möglichkeiten für komplexe Validierungsszenarien. Beispielsweise kann für die Validierung eines Passwortfeldes eine Bedingung erstellt werden, die prüft, ob der Text Großbuchstaben enthält. Dies geschieht durch den Vergleich des Feldwerts mit demselben Wert nach Anwendung der Funktion .toLowerCase(). Unterscheiden sich diese Werte, enthält die Eingabe Großbuchstaben.

Für fortgeschrittenere Szenarien können Entwickler mehrere Bedingungen kombinieren:

  • Überprüfung auf Mindestlänge durch die Längenprüfung des Widget-Werts

  • Validierung von Sonderzeichen mit der Prüfung auf nicht-alphanumerische Zeichen

  • Erkennung von Ziffern durch individuelle Bedingungen für jede Ziffer (0-9)

Axure RP 10 ermöglicht zudem die Interaktion mit Formularelementen durch verschiedene Events. Besonders nützlich sind:

  • Text Changed: Wird während der Eingabe ausgelöst

  • Got Focus: Wird aktiviert, wenn ein Textfeld den Cursor erhält

  • Lost Focus: Wird ausgelöst, wenn ein Textfeld den Fokus verliert

Diese Events können mit Aktionen wie "Set Text", "Set Selected/Checked", "Set Error State" oder "Enable/Disable" kombiniert werden, um dynamische Formularinteraktionen zu erstellen.

Für Entwickler, die mit Axure RP 10 Tutorial-Inhalte durcharbeiten, bieten die Formularvalidierungsfunktionen einen idealen Einstiegspunkt, um interaktive Prototypen zu erstellen. Die Kombination aus visuellen Fehlerzuständen und komplexer Validierungslogik ermöglicht die Simulation realistischer Nutzererfahrungen ohne echte Programmierung.

Wie Sie Axure RP 10 herunterladen und starten

Der Einstieg in Axure RP 10.x Pro beginnt mit dem Download und der Installation der Software. Für deutsche Entwickler bietet Axure eine unkomplizierte Bereitstellung mit flexiblen Optionen für verschiedene Arbeitsumgebungen.

Axure RP 10 Download für Windows und Mac

Zunächst können Interessenten Axure RP 10 über die offizielle Webseite unter www.axure.com/download herunterladen. Dort steht eine kostenlose, vollständig funktionsfähige 30-Tage-Testversion zur Verfügung. Bestehende Abonnenten müssen lediglich die neueste Version herunterladen und sich mit ihren Zugangsdaten anmelden.

Beachtenswert ist, dass Axure RP 10.x ausschließlich als Monats- oder Jahresabonnement erhältlich ist, während RP 9 die letzte Version mit unbefristeter Lizenz war. Dennoch bleibt die Offline-Nutzung der Software weiterhin möglich, sodass auch bei fehlender Internetverbindung gearbeitet werden kann.

Für Entwickler, die zwischen verschiedenen Versionen wechseln müssen, bietet Axure die Möglichkeit, Axure RP 9 und RP 10 gleichzeitig zu installieren. Allerdings sollte beachtet werden, dass in Axure RP 10 erstellte oder aktualisierte Dateien nicht mehr in Axure RP 9 geöffnet werden können – daher empfiehlt sich die Erstellung von Sicherungskopien älterer Projekte.

Systemanforderungen

Für einen reibungslosen Betrieb von Axure RP 10.x Pro werden folgende Mindestanforderungen empfohlen:

  • Windows 10 oder höher

  • Mindestens 2 GB Arbeitsspeicher (RAM), 4 GB werden empfohlen

  • 1 GHz Prozessor

  • 5 GB freier Speicherplatz

  • Für Prototyp-HTML: Edge, Firefox oder Chrome

  • Für Word-Spezifikationen: Microsoft Office Word 2013 oder höher bzw. jede andere Anwendung, die .docx-Dateien öffnen kann

Nach dem Download kann der Installer gestartet werden, wobei die Ausführung als Administrator möglicherweise erforderlich ist. Danach folgen Nutzer einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm. Für Organisationen mit mehreren Arbeitsplätzen stehen außerdem Optionen für die automatisierte Installation zur Verfügung.

Axure RP 10 Tutorial für Einsteiger

Nach der Installation und beim ersten Start der Software müssen Benutzer ein Konto erstellen oder sich mit einem bestehenden Konto anmelden. Daraufhin erscheint der Willkommensbildschirm, von dem aus direkt auf die "Prototyping Basics"-Datei zugegriffen werden kann. Diese enthält grundlegende Übungen, die den Einstieg erleichtern.

Für deutsche Entwickler bieten sich mehrere Wege, um die Software kennenzulernen. Vom Willkommensbildschirm aus können sie direkt mit den integrierten Übungen beginnen oder ein neues Projekt starten. Die intuitiv gestaltete Benutzeroberfläche ermöglicht auch Einsteigern einen schnellen Produktivitätsgewinn.

Obwohl die Hauptdokumentation auf Englisch verfügbar ist, existieren mittlerweile zahlreiche deutschsprachige Tutorials und Kursmaterialien. Diese helfen insbesondere Anfängern dabei, die umfangreichen Funktionen von Axure RP 10.x systematisch zu erlernen und effektiv in ihren Projekten einzusetzen.

Schlussfolgerung

Axure RP 10.x Pro stellt zweifellos einen bedeutenden Fortschritt für deutsche Entwickler und Designer dar. Die überarbeitete Benutzeroberfläche und die leistungsstarken neuen Funktionen heben das Prototyping auf ein höheres Niveau. Besonders die "All States View"-Funktion ermöglicht Entwicklern, effizienter mit Dynamic Panels zu arbeiten und komplexe Interaktionen schneller zu erstellen. Daneben bieten die erweiterten Repeater-Funktionen erstmals die Möglichkeit, realistische datengesteuerte Prototypen mit minimalem Aufwand zu entwickeln.

Die neuen Constraints-Funktionen vereinfachen außerdem das responsive Design erheblich, wenngleich hier noch Potenzial für zukünftige Verbesserungen besteht. Gleichzeitig sorgen die Error-State-Funktionen für authentischere Formularinteraktionen und realistischere Nutzertests. Zusammengenommen machen diese Neuerungen Axure RP 10.x Pro zu einem unverzichtbaren Werkzeug für professionelle UX-Designer im deutschsprachigen Raum.

Obwohl mittlerweile zahlreiche alternative Tools auf dem Markt existieren, bleibt Axure RP dank seiner umfassenden Funktionen und seiner Verbreitung in deutschen Unternehmen die bevorzugte Lösung für anspruchsvolles Prototyping. Die Umstellung auf ein Abonnementmodell mag zwar einige Nutzer abschrecken, allerdings rechtfertigen die kontinuierlichen Verbesserungen und die gestiegene Performance diese Entscheidung durchaus.

Schlussendlich bietet Axure RP 10.x Pro deutschen Entwicklern genau die Werkzeuge, die sie für die Erstellung komplexer und realistischer Prototypen benötigen. Die Software überbrückt weiterhin die Lücke zwischen Design und Entwicklung und ermöglicht es Teams, Ideen schneller zu testen und zu validieren. Angesichts der steigenden Anforderungen an digitale Produkte wird Axure RP auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der deutschen UX-Designlandschaft spielen.

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