Microsoft Entra Workload ID (NCE): Was Sie für 2025 wissen müssen
Microsoft Entra Workload ID (NCE) gewinnt für Unternehmen, die ihre Cloud-Umgebungen absichern möchten, zunehmend an Bedeutung. Während Benutzeridentitäten oft im Mittelpunkt der Sicherheitsstrategien stehen, benötigen auch nicht-menschliche Workloads wie Anwendungen, Services und Automatisierungsprozesse einen sicheren Identitätsrahmen.
Für Unternehmen, die mit der Verwaltung von Workload-Identitäten beginnen möchten, bietet Microsoft zwei verschiedene Editionen an. Microsoft Entra Workload ID ist in einer kostenlosen und einer Premium-Edition verfügbar. Die kostenlose Edition ist bereits in kommerziellen Onlinediensten wie Azure und Power Platform enthalten. Wer jedoch erweiterte Funktionen benötigt, kann auf die Premium-Version zugreifen, die als eigenständige SKU für 3 USD pro Workloadidentität und Monat erhältlich ist.
Diese Preisgestaltung und das Lizenzierungsmodell sind besonders relevant für Unternehmen, die ihre Workload-Identitätsstrategie für 2025 planen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Microsoft Entra Workload ID, die verschiedenen Editionen, deren Funktionsumfang und wie Sie die richtige Lizenzierungsoption für Ihre Unternehmensanforderungen auswählen können.
Was ist Microsoft Entra Workload ID?
In der digitalen Transformation stehen Unternehmen vor einer wachsenden Herausforderung: Nicht nur Menschen benötigen sichere Zugänge, sondern auch automatisierte Prozesse und Anwendungen. Genau hier setzt Microsoft Entra Workload ID an.
Definition und Zielsetzung
Microsoft Entra Workload ID ist eine Lösung, die speziell für die Verwaltung und Sicherung von Identitäten digitaler Workloads entwickelt wurde. Diese Technologie hilft dabei, Identitäten für Anwendungen und Dienste zu schützen und deren Zugriff auf Cloudressourcen abzusichern. Eine Workloadidentität bezeichnet einen eindeutigen Bezeichner, der einer Softwareworkload wie einer Anwendung, einem Dienst, einem Skript oder einem Container zugewiesen wird. In Microsoft Entra gelten Anwendungen, Dienstprinzipale und verwaltete Identitäten als Workloadidentitäten.
Die Hauptzielsetzung besteht darin, die Identitätsverwaltung für Apps und Dienste zu vereinfachen und zu sichern, damit sich Entwickler auf ihre Kernfunktionen konzentrieren können. Dadurch entfällt die aufwändige manuelle Verwaltung von Geheimnissen, Anmeldeinformationen und Zertifikaten – eine bekannte Quelle für Sicherheitsprobleme und Systemausfälle.
Warum Workload-Identitäten wichtig sind
Die Bedeutung von Workload-Identitäten nimmt stetig zu, da moderne Lösungen zunehmend auf nicht-menschliche Entitäten angewiesen sind, um kritische Aufgaben auszuführen. Gleichzeitig steigt die Anzahl dieser nicht-menschlichen Identitäten dramatisch an. Besonders alarmierend: Aktuelle Cyberangriffe zeigen, dass Angreifer vermehrt nicht-menschliche anstatt menschliche Identitäten ausnutzen.
Zudem erschweren traditionelle Sicherheitsansätze die Nachverfolgung, wann eine Workloadidentität erstellt wird oder wann sie widerrufen werden sollte. Ohne angemessenen Schutz riskieren Unternehmen, dass ihre Anwendungen oder Dienste ausgenutzt oder missbraucht werden. Microsoft Entra Workload ID schließt diese Sicherheitslücke, da die meisten herkömmlichen Lösungen für Identitäts- und Zugriffsverwaltung sich hauptsächlich auf den Schutz menschlicher Identitäten konzentrieren.
Unterschied zu Benutzeridentitäten
Der fundamentale Unterschied zwischen Workload-Identitäten und Benutzeridentitäten liegt in ihrer Struktur und Verwaltung. Menschen verfügen typischerweise über eine einzelne Identität, die für den Zugriff auf verschiedene Ressourcen verwendet wird. Im Gegensatz dazu kann eine Softwareworkload mehrere Anmeldeinformationen nutzen, um auf unterschiedliche Ressourcen zuzugreifen.
Auf übergeordneter Ebene unterscheidet man zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Identitäten, wobei Letztere sich in Workloadidentitäten und Geräteidentitäten unterteilen. Workloadidentitäten repräsentieren Softwareworkloads, während Geräteidentitäten Endgeräte wie Desktopcomputer, mobile Geräte oder IoT-Sensoren darstellen. Diese Differenzierung ist entscheidend für die Implementierung effektiver Sicherheitsmaßnahmen in modernen Cloud-Umgebungen.
Editionen und Lizenzmodelle im Überblick
Bei der Implementierung von Microsoft Entra Workload ID stehen Unternehmen vor der Entscheidung zwischen verschiedenen Editionen. Diese unterscheiden sich maßgeblich in ihrem Funktionsumfang und den damit verbundenen Kosten.
Kostenlose Version: Was ist enthalten?
Die kostenlose Edition von Microsoft Entra Workload ID ist bereits in kommerziellen Onlinedienst-Abonnements wie Azure und Power Platform enthalten. Dadurch können Unternehmen grundlegende Funktionen ohne zusätzliche Kosten nutzen. Zu diesen Basisfunktionen zählen:
- Erstellung und Verwaltung von Workload-Identitäten
- Authentifizierung und Autorisierung für den Ressourcenzugriff
- Überwachung der Anmeldeaktivitäten
- Verwaltete Identitäten für Azure-Ressourcen
- Workload-Identitätsverbund mit externen Identitätsanbietern
- Grundlegende Lebenszyklusverwaltung und Anwendungsverwaltungsrichtlinien
Diese Funktionen reichen für viele Standardanwendungsfälle aus, insbesondere wenn Unternehmen bereits Azure-Dienste nutzen.
Premium-Version: Funktionen und Preis
Microsoft Entra Workload ID Premium erweitert den Funktionsumfang deutlich und bietet zusätzliche Sicherheitsfeatures. Die Premium-Version ist als eigenständige SKU für 3 USD pro Workload-Identität und Monat erhältlich. Darüber hinaus umfasst sie erweiterte Funktionen wie:
- Bedingter Zugriff für Workload-Identitäten (außer verwaltete Identitäten)
- Microsoft Entra ID Protection zum Erkennen und Beheben kompromittierter Identitäten
- Detaillierte Empfehlungen zur App-Integrität
- Zugriffsüberprüfungen für Dienstprinzipale mit privilegierten Rollen
Der Erwerb der Premium-Edition ist über verschiedene Kanäle möglich: direkt über einen Microsoft-Vertreter, das Open Volume License-Programm oder das Cloud Solution Providers-Programm. Bestehende Azure- und Microsoft 365-Abonnenten können Workload ID Premium zudem online erwerben.
Microsoft Entra Workload Identities Lizenzierung verstehen
Im Gegensatz zu anderen Lizenzmodellen müssen nicht alle Workload-Identitäten lizenziert werden. Lediglich jene, die Premium-Features nutzen, benötigen eine entsprechende Lizenz. Besonders praktisch: Eine manuelle Zuweisung einzelner Lizenzen zu spezifischen Workload-Identitäten ist nicht erforderlich. Stattdessen entsperrt eine Lizenz im Mandanten alle Premium-Features für sämtliche Workload-Identitäten.
Eine Besonderheit gilt allerdings bei Zugriffsüberprüfungen für Dienstprinzipale mit privilegierten Rollen. Hierfür werden sowohl Microsoft Entra ID P2-Lizenzen für Prüfer als auch Workload ID Premium-Lizenzen für die zu prüfenden Dienstprinzipale benötigt. Aktuell bietet Microsoft leider noch kein Dashboard an, um die Lizenzzuweisung für Workload-Identitäten effektiv nachzuverfolgen.
Funktionen im Vergleich: Free vs. Premium
Die detaillierte Gegenüberstellung der beiden Editionen von Microsoft Entra Workload ID zeigt entscheidende Unterschiede, die Unternehmen bei der Auswahl berücksichtigen sollten.
Authentifizierung und Autorisierung
Sowohl in der kostenlosen als auch in der Premium-Edition können Administratoren grundlegende Funktionen zur Identitätsverwaltung nutzen. Beide Versionen ermöglichen das Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen von Workloadidentitäten sowie deren Authentifizierung für den Zugriff auf geschützte Ressourcen. Außerdem unterstützen beide Editionen den Workload-Identitätsverbund, der externen Identitätsanbietern den Zugriff auf Microsoft Entra-geschützte Ressourcen ermöglicht.
Überwachung und Anmeldeaktivitäten
Hinsichtlich der Überwachungsfunktionen bieten beide Versionen ähnliche Grundfunktionen. Dies umfasst die Nachverfolgung von Anmeldeaktivitäten und die Bereitstellung von Überwachungspfaden für Workloadidentitäten. Dadurch können IT-Teams das Verhalten der Workloadidentitäten kontinuierlich beobachten und analysieren.
Lebenszyklusverwaltung und App-Integrität
Bei der Lebenszyklusverwaltung bietet die kostenlose Edition bereits Anwendungsverwaltungsrichtlinien, mit denen IT-Administratoren bewährte Methoden für die App-Konfiguration durchsetzen können. Die Premium-Edition geht jedoch weiter und bietet zusätzlich Empfehlungen zur App-Integrität, die nicht verwendete oder inaktive Workloadidentitäten identifizieren und deren Risikostufen bewerten können. Darüber hinaus ermöglicht die Premium-Version Zugriffsüberprüfungen für Dienstprinzipale mit privilegierten Rollen, was besonders für die Überwachung von Workloadidentitäten mit weitreichenden Berechtigungen wichtig ist.
Bedingter Zugriff und ID Protection
Der markanteste Unterschied zwischen beiden Editionen liegt im Bereich des bedingten Zugriffs und des Identitätsschutzes. Diese Funktionen sind ausschließlich in der Premium-Edition verfügbar. Der bedingte Zugriff erlaubt es, den Zugriff von Dienstprinzipalen außerhalb bekannter IP-Bereiche zu blockieren oder basierend auf erkannten Risiken einzuschränken. Allerdings deckt diese Funktion keine verwalteten Identitäten ab. Für die Erstellung oder Änderung von Richtlinien für bedingten Zugriff, die auf Dienstprinzipale beschränkt sind, werden Premium-Lizenzen zwingend benötigt.
Lizenzierung, Kauf und Verwaltung
Für eine erfolgreiche Implementierung von Microsoft Entra Workload ID müssen Organisationen die spezifischen Lizenzierungsdetails verstehen. Besonders wichtig ist dabei die Frage, welche Identitäten lizenziert werden müssen und welche Kaufoptionen zur Verfügung stehen.
Welche Identitäten müssen lizenziert werden?
Nicht alle Workloadidentitäten benötigen eine Lizenzierung. Ausschließlich jene, die für Premiumfunktionen qualifiziert sind, erfordern eine entsprechende Lizenz. Dazu zählen vor allem Unternehmens-Apps und Dienstprinzipale, die Premiumfunktionen wie bedingten Zugriff oder ID Protection nutzen. Microsoft-Apps und verwaltete Identitäten kommen hingegen nicht für bedingten Zugriff und ID Protection infrage. Lizenzierte Unternehmens-Apps und Dienstprinzipale werden in der ersten Kategorie auf der Startseite von Workload ID im Microsoft Entra Admin Center angezeigt.
Wie viele Lizenzen werden benötigt?
Die Anzahl der benötigten Lizenzen hängt von den spezifischen Anforderungen der Organisation ab. Für Premiumfunktionen bei einer Teilmenge von Unternehmens-Apps und Dienstprinzipalen sollten Unternehmen die erforderlichen Lizenzen erwerben, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Beachtenswert: Eine besondere Regelung gilt bei Zugriffsüberprüfungen für Dienstprinzipale mit privilegierten Rollen, einschließlich verwalteter Identitäten – hierfür werden sowohl Microsoft Entra ID P2-Lizenzen für Prüfer als auch Workload ID Premium-Lizenzen für die Dienstprinzipale benötigt.
Kaufoptionen: CSP, Open License, Online
Für den Erwerb von Microsoft Entra Workload ID stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Unternehmen benötigen dafür ein aktuelles oder neues Azure- bzw. Microsoft 365-Abonnement. Die Lizenzierung erfolgt hauptsächlich über das Cloud Solution Provider (CSP)-Programm, welches Abonnements für Microsoft-Cloudprodukte und -dienste ermöglicht. Alternativ können Lizenzen auch über das Open Volume License-Programm oder direkt online erworben werden. Viele Anbieter bieten zudem gestaffelte Rabatte basierend auf der Anzahl der gekauften Lizenzen an – von 1+ Stück bis hin zu 1000+ Stück, mit Rabatten von bis zu 27%.
Zuweisung und Nachverfolgung von Lizenzen
Ein wichtiger Vorteil: Bei Microsoft Entra Workload ID ist keine manuelle Lizenzzuweisung erforderlich. Eine Lizenz im Mandanten entsperrt automatisch alle Features für sämtliche Workloadidentitäten. Allerdings stellt Microsoft derzeit noch kein spezielles Dashboard bereit, um die Lizenzzuweisung nachzuverfolgen. Administratoren können lediglich im Bereich "Erkenntnisse und Berichterstellung" die Richtlinien für den bedingten Zugriff überwachen, die auf Workloadidentitäten ausgerichtet sind.
Gibt es eine Testversion?
Ja, Microsoft bietet Testversionen an. Für die Testversion von Microsoft Entra Workload ID gelten bestimmte Lizenzierungsvoraussetzungen: Entweder Microsoft Entra ID P1 oder jedes Paket, das Microsoft Entra ID P1 oder Microsoft Entra ID P2 enthält (wie ME3 oder ME5). Für Organisationen, die die Microsoft Entra Suite kaufen möchten, stehen zudem Sonderpreise für Microsoft Entra ID P2/E5-Kunden zur Verfügung.
Die Entscheidung für Microsoft Entra Workload ID stellt angesichts der zunehmenden Bedrohungen für nicht-menschliche Identitäten einen wichtigen Schritt zur Absicherung moderner Cloud-Umgebungen dar. Unternehmen profitieren besonders von der flexiblen Lizenzierungsstrategie, die es ermöglicht, nur jene Workload-Identitäten zu lizenzieren, die tatsächlich Premium-Funktionen benötigen.
Während die kostenlose Edition bereits grundlegende Authentifizierungs- und Verwaltungsfunktionen bietet, erweitert die Premium-Version für 3 USD pro Workload-Identität den Funktionsumfang erheblich. Bedingter Zugriff und ID Protection zählen hierbei zu den wertvollsten Sicherheitsfunktionen, die ausschließlich Premium-Nutzern zur Verfügung stehen.
Besonders praktisch erscheint die automatische Aktivierung aller Premium-Features im gesamten Mandanten, sobald eine entsprechende Lizenz erworben wurde. Dadurch entfällt die sonst übliche manuelle Zuweisung einzelner Lizenzen.
Unternehmen sollten daher zunächst ihre spezifischen Sicherheitsanforderungen analysieren, um die richtige Edition auszuwählen. Anschließend können sie über verschiedene Kanäle – sei es direkt online, über das CSP-Programm oder per Open Volume License – die benötigten Lizenzen erwerben.
Angesichts der Tatsache, dass Angreifer zunehmend nicht-menschliche Identitäten ins Visier nehmen, wird die Bedeutung einer robusten Workload-Identity-Strategie für 2025 und darüber hinaus weiter zunehmen. Microsoft Entra Workload ID bietet hierfür einen umfassenden, skalierbaren und kostengünstigen Ansatz, der sowohl kleinen als auch großen Organisationen dabei hilft, ihre digitalen Workloads effektiv abzusichern.
Microsoft Entra Workload ID (NCE)
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